Heimbetrieb

Der Talbetrieb liegt im Riet, umgeben von den Dörfern Oberurnen, Niederurnen, Näfels und Mollis. Durch die Ebene floss ursprünglich die Linth in wilden Schleifen. Durch die Linthkorrektur entstand wertvolles Grasland und viele kleinere und mittlere Höfe siedelten sich an. Das Gebiet ist fruchtbares Grasland. So erstaunt es nicht, dass die Milchwirtschaft in dieser Gegend die wichtigste Betriebsart darstellt. Auf all den Weiden sieht man viele braune Kühe grasen - die Braunviehzucht ist Trumpf. Nur auf den Wiesen von Paul Vogel ist es bunt - da grasen gefleckte, rote, braune, schwarze und viele Blüemkühe - ein Zuchtergebnis und -ziel von Paul Vogel (seine grosse Leidenschaft). Der Betrieb ist auf Milchwirtschaft ausgerichtet. Auf dem Hof leben etwa 24 Kühe, 10 Rinder, 10 Kälber, einige Hühner, zwei Pferde, einige Ziegen, eine Katze und der Hofhund. Die rund 11 ha Grasland sind zum Teil Eigentum, zum Teil Pachtland.

Alpbetrieb

Die Alp Stattboden befindet sich im Schwändital ob Näfels am Fusse des bekannten Kletterberges Brüggler und des Köpfenberges. Sie liegt auf 1450 müM und ist die hinterste Alp des Schwänditales, gleich an der Grenze zum Kanton Schwyz. Die Alp ist in Korporationshänden einiger Geschlechter von Oberurnen und wird bereits während 35 Jahren von Paul Vogel umsichtig bewirtschaftet. Die Alp hat zwei Stafel - der Oberstafel und das Alt Stäfeli, welches nur noch kurze Zeit von den Kühen beweidet wird. In dieser Zeit wird auch dort gemolken. Früher wurde auf der Alp Ziger hergestellt. Seit dem Aus zur Fabrikation des Alpzigers wird mit einer modernen Rohrmelkanlage gemolken und die Milch jeden zweiten Tag ins Tal gefahren. Mit allen Tieren des Heimbetriebes heisst es im Mai: Alpauffahrt. Bis zum 30. September grasen die Kühe auf der Alp, geniessen die saftigen Kräuter und das Weiden während Tag und Nacht. Nur zum Melken werden die Kühe in den Stall geholt. Rinder, Ziegen und Pferde leben in dieser Zeit ausschliesslich im Freien. Am 30. September kommt der grosse Tag der Alpabfahrt. Die Tiere werden geschmückt, die Helfer herausgeputzt und dann heisst es talwärts marschieren für die Wintermonate.